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Wann muss ein laut DSGVO ein Datenschutzbeauftragter bestellt werden?

Von Unternehmen, Gewerbetreibenden, Vereinen oder Freiberuflern, muss ein betrieblicher Datenschutzbeauftragter bestellt werden, wenn mindestens 10 Personen mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten oder mindestens 20 Personen mit der nichtautomatisierten Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten mittels manueller Dateien (Karteien, Formularsammlungen) beschäftigt werden.


Zu diesen Personen zählen auch beschäftigte freie Mitarbeiter und Leiharbeitnehmer, ebenso wie Heimarbeitskräfte, Auszubildende und Praktikanten oder ehrenamtlich Beschäftigte.


Bei der Feststellung der Zahl der beschäftigten Personen stellt das Gesetz nicht auf den Umfang der Beschäftigung der Einzelnen ab. Maßgebend ist vielmehr die „Kopfzahl“ aller beschäftigten Personen, das heißt nicht nur die Vollzeitbeschäftigten, sondern auch die Teilzeitkräfte werden als jeweils eine Person gezählt.


Die Personen müssen auch nicht das ganze Jahr über beschäftigt sein. Entscheidend ist, dass für die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten regelmäßig eine entsprechende Zahl von Beschäftigten ausgewiesen ist. Somit gehören auch Beschäftigte dazu, die z. B. regelmäßig zur Bewältigung von Arbeitsspitzen am jeweiligen Quartalsende tätig sind.


Die Inhaber von Mischarbeitsplätzen sind ebenfalls mitzuzählen. Lediglich dann, wenn bei einem Beschäftigten die Datenverarbeitung einen völlig untergeordneten Anteil seiner Tätigkeit einnimmt, ist er nicht zu berücksichtigen.


Bei der Frage, ob ein Datenschutzbeauftragter zu bestellen ist, kommt es auf das Unternehmen als Ganzes an, das heißt einschließlich seiner Außenstellen und Filialen. Für Letztgenannte ist kein eigener Datenschutzbeauftragter zu bestellen.

 

 

Datenschutz gilt auch in Handwerksbetrieben unter 10 Mitarbeitern

Egal ob es sich um einen Einmannbetrieb oder um einen größeren Handwerksbetrieb handelt, es ist stets die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zu beachten und einzuhalten.
 
Auch Handwerksunternehmen müssen beim Datenschutz aktiv werden und Folgendes beachten:

Verantwortlich für die Einhaltung des Datenschutzes in Betrieben und Unternehmen ist insbesondere der jeweilige Inhaber oder der Geschäftsführer der Firma.

Datenschutzregeln müssen alle Unternehmen beachten, in denen personenbezogene Daten erfasst und verarbeitet werden. Unabhängig von der Zahl der beschäftigten Personen sind persönliche Daten immer zu schützen.


Insoweit in dem Handwerksbetrieb mehr als 10 Mitarbeiter beschäftigt sind, ist ein entsprechender Datenschutzbeauftragter zu stellen. Hierbei kann es sich um einen internen oder einen externen Datenschutzbeauftragten handeln.